Leiter fordert Erhalt der Südtiroler Siedlung

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Bludenzer SPÖ spricht sich gegen den Abriss und für eine Sanierung aus.

Vizebürgermeister Mario Leiter setzt sich für einen Erhalt der Wohnanlage und die Wahl eines Siedlungssprechers ein.

„Viele Mieterinnen und Mieter wohnen schon seit Jahrzehnten in der Siedlung. Sie ist nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ihre Heimat.“, so Leiter. Man müsse unter allen Umständen verhindern, dass diese Menschen dauerhaft aus ihrem sozialen Umfeld gerissen werden.

Hinzu komme, dass nicht nur die Alpenländische Heimstätte in den vergangenen 20 Jahren 7,8 Millionen Euro in die Sanierung der Anlage gesteckt habe, sondern auch die Bewohnerinnen und Bewohner im Vertrauen auf ihre unbefristeten Mietverträge teilweise viel Geld in die Hand genommen hätten, um ihre Wohnungen herzurichten. „Für sie kommt die Ankündigung, dass ein Abriss der Siedlung im Raum steht, wie ein Schock“, zeigt sich Vizebürgermeister Leiter besorgt. Die Situation müsse nun unter Einbindung aller Beteiligten geklärt werden, bevor man weitere Schritte setze. Angesichts der historischen Bedeutung der Siedlung sei nicht zuletzt auch das Bundesdenkmalamt beizuziehen, mit dem mittlerweile Leiter auch schon Kontakt aufgenommen habe.

Das Team Leiter sieht Bürgermeister Simon Tschann gefordert, sich mit Nachdruck für die Menschen in der Südtirolersiedlung einzusetzen. Schließlich gehören sie auch zur Bludenzer Bevölkerung, deren Wichtigkeit er immer wieder betont. Den Worten müssen Taten folgen. „Die Stadt muss in dieser Sache mit einer Stimme sprechen.“, ist Mario Leiter überzeugt. „Wir haben uns daher dafür eingesetzt, dass in der nächsten Sitzung des Wohnungsausschusses Ende April eine Aussprache mit der Alpenländischen stattfindet.“

Außerdem wünscht sich der Vizebürgermeister, dass die Betroffenen eine Sprecherin oder einen Sprecher wählen, der sie in der Sache vertritt und in die weiteren Verhandlungen eingebunden wird. Das sei nun unerlässlich, um bürgernahe Entscheidungen sicherzustellen, auch weil der Bürgermeister der Forderung des Team Leiter nach einem eigenen Ortsvorsteher für die Südtiroler Siedlung leider nicht zugestimmt hat. „Ein Mediationsverfahren ist daher unerlässlich“, so Leiter abschließend.