Startschuss fällt im Herbst
Liebe Bludenzerinnen und Bludenzer
Geraume Zeit ist vergangen, seit die Verlegung der
L190 in der Stadtvertretung im September 2008 einstimmig über alle
Parteigrenzen hinweg beschlossen wurde.
Medial ist Ruhe eingekehrt, aber in den Büros des
Landes, der Stadt Bludenz sowie in beauftragten Ing. Büros wird fleißig
an der Umsetzung gearbeitet. Zum Zeitpunkt der Beschlussfassung war noch
so mancher von der Sinnhaftigkeit der Verlegung nicht überzeugt. Mit der
Erstellung und Präsentation des Innenstadtleitbildes - in welchem die
Straßenverlegung das Rückgrat für zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten
für die Stadt bildet - wurde die Notwendigkeit mehr als deutlich
unterstrichen! Zugegebener Maßen treffen Verkehrslösungen niemals auf
100%ige Zustimmung – dies liegt in der Natur der Sache.
Bis in die Sommermonate werden vom Land noch folgende
Punkte untersucht:
• UVP – Ja oder Nein: Eine
Umweltverträglichkeitsprüfung ist dann notwendig, wenn 15.000 oder mehr
Fahrzeuge pro Tag einen Straßenabschnitt passieren. Um hier Gewissheit
darüber zu haben, wurde eine neue Verkehrszählung in Auftrag gegeben.
Sollte sich he- rausstellen, dass die Marke überschritten wird, würde
dies eine Verzögerung von zwei Jahren bedeuten.
• Wirkungsanalyse für den Ostabschnitt: Als mögliche
Alternative wird die Führung der Trasse über die Hermann-Sander-Straße /
Bleichestraße (anstatt Ignaz-Wolf-Straße) untersucht.
• Wirkungsanalyse für die Verlängerung Äuleweg –
Bahnhofstraße:
Im Bereich des Gebäudes Bahnhofplatz 4 (Nachtlokal
Atlantis) wird die Linienführung nochmal dahingehend überprüft, ob eine
Umfahrung des Kellers möglich ist. Die Prüfung erfolgt auf Basis eines
Verkehrsmodells.
Nach Prüfung aller ausständigen Punkte, wird die
Detailplanung gemeinsam von der Stadt Bludenz und dem Land Vorarlberg in
Auftrag gegeben. Startschuss für die Detailplanung ist Herbst 2011.
Radverbindung am Bahnhof
Wie bereits in den Medien präsentiert, wird die von
der Abt. Stadtplanung ausgearbeitete Radabstellanlage in den kommenden
Monaten am Bludenzer Bahnhof realisiert. Weiters wird es hinkünftig
möglich sein, auf einem Radfahrstreifen gegen die Einbahnregelung
beginnend von der AK bis zum Bahnhof mit dem Rad zu fahren! Was in der
Realität bereits seit Jahren praktiziert wird, wird nun
verkehrstechnisch geregelt! Ein wichtiger Schritt in Richtung
fahrradfreundliche Gemeinde!
Ihr Stadtrat für Verkehr und Stadtplanung
Wolfgang Weiss