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Neues Beschilderungssystem kurz vor der Umsetzung
Oft und lang
wurde bereits über ein neues Beschilderungskonzept für den Autoverkehr
in Bludenz diskutiert, das vor allem für Besucher eine bessere
Orientierung bringen soll. Nun steht ein Entwurf, den Stadt und Land
gemeinsam erarbeitet haben, kurz vor der Umsetzung. Gleichzeitig sollen
neue Wegweiser für Fußgänger auf die wichtigsten Einrichtungen in der
Innenstadt hinweisen.
Derzeit hängen
an manchen Kreuzungen und Einmündungen noch mehr Tafeln, als ein
Fahrzeuglenker im Vorbeifahren überhaupt lesen kann. Grundidee ist
daher, diese zu reduzieren und damit auch die Verkehrssicherheit zu
erhöhen, ohne dass wichtige Informationen verlorengehen. So sollen
künftig verstärkt allgemein verständliche Piktogramme verwendet werden,
z.B. ein Bett für Beherbergungsbetriebe oder ein Seilbahnsymbol für die
Muttersbergbahn, die Platz sparen und im Vorbeifahren schnell erfassbar
sind.
Zudem gilt das
Prinzip „Vom Großen ins Kleine“, was bedeutet, dass entlang der
Landesstraße nur mehr zusammenhängende Gebiete wie Ortsteile oder das
Sportzentrum im Unterstein angeschrieben werden und erst in dem
konkreten Gebiet bei Bedarf auf die konkreten Ziele hingewiesen wird. So
sollen in Bludenz erstmals, wie schon fast überall in Vorarlberg üblich,
Unternehmen begrifflich zu Betriebsgebieten zusammengefasst werden. Den
Anfang macht hier das „Betriebsgebiet Austraße“, das auf alle Betriebe
vom Spritzwerk Liepert über die Werit bis zu jenen auf dem ehemaligen
Rinderer-Areal verweisen soll.
Welche
Verbesserung für Orientierung und Ortsbild ein Durchforsten des
Schilderwaldes bringen kann, ist im Vergleich der beiden Stadteinfahrten
zu sehen. Während es im Westen gelungen ist, sämtliche Wegweiser vom
Eingang in die Fußgängerzone zu entfernen und durch einen Vorwegweiser
zu ersetzen, hat sich vor der Stadtapotheke bisher ein Sammelsurium von
Tafeln erhalten. Die neue Beschilderung wurde von der Stadtplanung in
Absprache mit der Bezirkshauptmannschaft und dem Landesstraßenbau nach
der neuen bundesweiten RVS-Richtlinie für Wegweiser erarbeitet, die
Mitte 2009 in Kraft getreten ist. Da die Umsetzung noch für heuer
geplant ist, wird Bludenz nach langem Warten die erste Gemeinde in
Vorarlberg sein, deren Beschilderung komplett nach dem neuen,
autofahrerfreundlicheren System ausgerichtet ist.
Im Herbst wird der erste Prototyp für das neue Fußgängerleitsystem
in der Innenstadt montiert werden. Es soll helfen, wichtige
Einrichtungen in der Stadt wie die Remise, den Bahnhof, das Stadtmuseum
oder auch das öffentliche WC leichter zu finden. Mit dieser
Komfortverbesserung wird bereits ein erster Wunsch der Bevölkerung aus
dem derzeit laufenden Beteiligungsprozess zur Innenstadtentwicklung in
die Realität umgesetzt.
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